6 praktische Tipps für mehr Selbstliebe

Fehlende Selbstliebe schadet uns. Mangelt es uns an Liebe uns selbst gegenüber, schätzen wir uns nicht genügend wert. Und behandeln uns infolgedessen im wahrsten Sinne des Wortes lieblos – oder zumindest nicht liebevoll genug. Das hat Auswirkungen auf unser gesamtes Leben, unser ganzes Sein und unsere Beziehungen. Denn wer in der Liebe ist und sie auch sich selbst gegenüber praktiziert, wird glücklicher und zufriedener sein als jemand, bei dem dies nicht der Fall ist. Er wird sich mehr zutrauen, seine Bedürfnisse achten und dadurch auch erfolgreich und erfüllt sein können.

Die gute Nachricht ist: Selbstliebe kann erlernt werden. Es ist zwar ein Prozess und somit nichts, was sich von heute auf morgen etablieren lässt, aber sie ist erreichbar.
Heute gebe ich dir dazu sechs praktische Tipps mit auf deinen Weg. Damit du künftig einen liebevollen und wertschätzenden Umgang mit dir selbst pflegst.

 

 

1. Selbstbewusstsein aufbauen und stärken

Wer selbstbewusst ist, kennt seine eigenen Stärken und ebenso seine Schwächen. Er ist sich also vollumfänglich seiner selbst bewusst, kennt sich und seinen Wert als Person. Dadurch kann er nach außen hin sicher auftreten, was ihm das Leben erleichtert.

Selbstbewusstsein bedeutet für mich, zu wissen, wer man wirklich ist. Ebenso, wie man leben will und welche Ziele man hat – ganz unabhängig von gesellschaftlichen Konventionen. Denn du bist du und solltest niemals versuchen, jemand anders zu sein oder dich krampfhaft anpassen! Denn meiner Erfahrung nach schadet man sich selbst dadurch massiv, da man dann gegen seine Eigenheiten und Bedürfnisse vorgeht.

Unterscheidet man sich stark von der Masse, kann das durchaus dazu führen, dass sich Menschen von einem abwenden oder nur wenige einen mögen. Doch habe keine Angst: Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es immer Menschen geben wird, die dich verstehen und die dir ähneln. Selbst als Exzentriker oder Eigenbrötler wirst du immer Gleichgesinnte finden, die dich um deiner selbst lieben und schätzen werden. Nur weil du aufgrund deiner Andersartigkeit zum Außenseiter wirst, heißt das also keineswegs, dass du einsam sein musst.

Doch wie kann man selbstbewusst werden, wenn man es noch nicht ist? Hier meine Tipps dazu:

  • Erstelle eine Liste mit allem, was du an dir selbst toll findest. Lies dir diese jeden Tag laut (!) durch. (Mehr zur Wirkung von Selbstgesprächen findest du im nächsten Absatz.) Ergänze diese Positiv-Liste mit der Zeit um neue Punkte, sodass sie immer länger wird. 
  • Erinnere dich an Herausforderungen, die du in der Vergangenheit bereits gemeistert hast. 
  • Stelle dir selbst regelmäßig neue Aufgaben, die dir aufgrund deines noch nicht allzu starken Selbstbewusstseins derzeit noch schwerfallen. Nachdem du sie bewältigt hast, wirst du dich selbstbewusster fühlen.

 

2. Sprich liebevoll mit dir selbst

Es hat selbstverständlich Auswirkungen auf dich, wie du mit dir selbst redest; egal, ob laut oder leise. Wie du über dich denkst oder auch mit dir selbst sprichst, hat immer einen Effekt auf dich. Und zwar ganz unabhängig davon, ob du dir der Qualität deiner (inneren) Dialoge bewusst bist oder nicht.

Viele von uns neigen dazu, zu hart und unfair zu sich selbst zu sein. Was wir bei anderen Menschen relativ leicht akzeptieren können oder uns nicht einmal besonders negativ auffällt, das werfen wir uns selbst oftmals vor. Doch natürlich solltest du dich mit der gleichen Wertschätzung behandeln, wie du es anderen gegenüber tust. Sich dessen bewusst zu sein, ist ein erster Schritt zu mehr Selbstakzeptanz und Selbstvertrauen – und auch zu mehr Selbstliebe.

Wichtig ist auch, zu analysieren, was deine negativen Gedanken und Äußerungen dir selbst gegenüber mit dir machen. Spüre in dich hinein: Wie fühlst du dich, wenn du dir etwas Schlechtes über dich erzählst?
Hinterfrage es zudem unbedingt kritisch und prüfe es auf seinen Wahrheitsgehalt. Stimmt es wirklich, dass du angeblich nicht attraktiv, nicht intelligent, nicht talentiert und eben nicht gut genug bist?

Ich selbst führte sehr lange Zeit extrem negative innere Dialoge. Was natürlich dazu führte, dass es mir mies ging, ich meine Fähigkeiten massiv unterschätzte und ein sehr schlechtes Selbstbild hatte. Das war das Gegenteil von Selbstliebe, nämlich Selbsthass. Nachdem ich diesen ablegen konnte und echtes Selbstbewusstsein aufbaute, hat sich mein Leben völlig verändert und ich wurde immer glücklicher.

Und das kannst du auch erreichen! Denn auch du bist in der Lage, deine inneren Dialoge selbst zu gestalten und so dein Selbstbild aktiv zu beeinflussen.
Du solltest lernen, mit dir selbst so zu sprechen wie mit einem guten Freund. Das macht Sinn, denn niemand Geringeres als du selbst sollte dein bester Freund sein! Stoppe dich, wenn du dir Unwahres und Schädliches über dich erzählst. Und dann sagst du dir etwas Positives. Schenke dir selbst tröstende und aufbauende Worte.

Übrigens solltest du auch laute Selbstgespräch führen. Denn was wir laut aussprechen, hat noch mal mehr Kraft als das, was wir nur im Stillen denken.

 

3. Kontrolliere, was auf dich einwirkt

Alles, was wir aufnehmen und in unser Bewusstsein gelangt, wirkt sich auf uns aus. Ob das nun schlechte Nachrichten sind, die Musik, die wir hören oder die Menschen, mit denen wir uns umgeben. All das arbeitet gewissermaßen in uns und macht etwas mit uns. Es beeinflusst uns negativ oder positiv. Und es kann uns im schlimmsten Fall unsere Energie rauben oder uns sogar blockieren.

Deshalb solltest du lernen, die größtmögliche Kontrolle darüber zu erlangen, was du konsumierst und womit du dich umgibst! Du bist der Gestalter deines Lebens. Und somit bist auch du selbst dafür verantwortlich, deine Umwelt und ihre Einflüsse zu steuern, so gut es in deiner Macht liegt.

Deine Möglichkeiten diesbezüglich sind wesentlich größer, als du vielleicht denkst.
Natürlich gibt es Dinge, die wir selbst zumindest nicht direkt verändern oder verhindern können. Doch auch in diesen Fällen ist es unsere eigene Entscheidung, wie wir damit umgehen. Wir können diese Gegebenheiten akzeptieren lernen und das Beste aus ihnen machen.

Wir aber haben es selbst in der Hand, ob und welche Medien wir konsumieren. Mit wem wir uns umgeben und wer Teil unseres Lebens ist. Wie und wo wir arbeiten. Und so weiter und so fort.

Sich dessen bewusst zu werden und all dies so gut wie möglich zu kontrollieren, kann dein Leben verändern! Das richtige Umfeld und die passenden Eindrücke bringen dich deinen Zielen näher. Es stärkt dich, all dies aktiv selbst zu gestalten. Und so bleibt dir mehr Energie für die Erreichung deiner Ziele.

 

 

4. Eigene Bedürfnisse achten

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schädlich es sein kann, wenn man sie missachtet… Darum heute ein paar Tipps von mir dazu, wie du es schaffst, im Einklang mit deinen Bedürfnissen zu leben.

 

  • Mache dir bewusst, was du wirklich brauchst, um dich wohlzufühlen und in deiner Kraft zu bleiben. Meinem Eindruck nach scheinen sich viele Menschen gar nicht darüber im Klaren zu sein. Sie tun das, was „alle“ tun – ungeachtet dessen, was das für negative Auswirkungen auf sie und ihre Gesundheit hat. Sie passen sich um jeden Preis an, anstatt als Erstes darauf zu schauen, welcher Lebensstil für sie persönlich stimmig und angenehm ist. Doch dies ist der erste Schritt zu Zufriedenheit und Wohlbefinden.

 

  • Lerne Nein zu sagen. Das kann man trainieren! Mit der Zeit wird es dir immer leichter fallen. Du bist nicht auf der Welt, um den Anforderungen und Wünschen anderer gerecht zu werden. Dazu gehört meiner Ansicht nach auch, sich von Menschen zu distanzieren, die die dir nicht guttun. Dazu gehören auch jene, die deine Bedürfnisse ignorieren und nicht akzeptieren. Du schadest dir und deiner Gesundheit sonst massiv selbst, denn es liegt in deiner eigenen Verantwortung, auf dich aufzupassen! Mehr dazu weiter unten.

 

  • Gestalte dein Leben so, wie es dir entspricht! Du bist du und nicht jemand anders. Jeder hat ganz individuelle Bedürfnisse, die es zu achten gilt. Selbst wenn diese extrem von denen der Mehrheit abzuweichen scheinen, gibt es keinen Grund, sie zu ignorieren. Auch musst du dich nicht dafür rechtfertigen, in einigen Dingen evtl. völlig anders zu „ticken“, als es in dieser Gesellschaft anerkannt ist. Mache dir durch diese selbst auferlegte und faktisch nicht vorhandene Pflicht das Leben nicht unnötig schwer! Gehe deinen eigenen Weg, denn niemand anders kann ihn für dich gehen…

 

5. Wie du lernst, Grenzen zu setzen und Nein zu sagen

Es ist wichtig, dass du in der Lage bist, klare Grenzen zu setzen und Nein zu sagen. Denn nur, wenn du das kannst, wirst du Dinge vermeiden, die dir nicht guttun oder dir mit der Zeit sogar massiv – auch gesundheitlich – schaden können. Tust du es nicht, läufst du nämlich Gefahr, deine Bedürfnisse zu übergehen, was dein Wohlbefinden beeinträchtigt.
Da das vielen schwer fällt, zeige ich dir an dieser Stelle genauer, wie du das erlernen kannst.

 

  • Mache dir bewusst, dass das Setzen von Grenzen wichtig ist, um dein Wohlbefinden und auch deine Gesundheit zu schützen. Du kannst es als einen Akt der Selbstliebe sehen, deine individuellen Grenzen zu ziehen und zu diesen zu stehen. Denn du tust dir dadurch etwas Gutes.

 

  • Lerne, die Bedeutung des Neinsagens nicht mehr überzubewerten! Wenn jemand dich um etwas bittet oder gar etwas von dir verlangt, was du nicht tun kannst oder willst und du es ablehnst, sagst du dadurch nur Nein zu der Handlung. Du verneinst dann nur das, worum du gebeten wirst – du lehnst damit nicht den Menschen ab, der dich darum bittet!

 

  • Wenn du das Wort Nein zu Beginn tatsächlich schwer über die Lippen bringst, beginne mit einer sanfteren Formulierung wie „Das möchte ich nicht“, wenn dir das leichter fällt. Gehe dann erst später dazu über, ein klares Nein zu kommunizieren.
    Je öfter du deine Grenzen kommunizierst und Nein sagst, desto leichter wird es dir mit der Zeit übrigens fallen.

 

Denke außerdem darüber nach, ob Menschen, die dein Nein nicht akzeptieren und deine Bedürfnisse somit immer wieder übergehen wollen, wirklich Teil deines Lebens sein sollten. Denn diese Menschen tun uns meiner Erfahrung nach nicht gut und sie respektieren uns auch nicht. Aus welchem Grund sollten sie dennoch in deinem Leben eine Rolle spielen?

 

6. Sei authentisch!

Und zu guter Letzt: Sei du selbst und bleibe dir treu! Denn alle anderen gibt es schon.

Viele Menschen orientieren sich an der Masse und schwimmen mit dem Strom, obwohl sie Dinge gerne anders machen würden. Obwohl sie wissen, dass sie anders ticken…

Sie haben Angst, aufzufallen, anzuecken und als seltsam angesehen zu werden. Diese Angst hält sie davon ab, sich vollkommen authentisch zu zeigen und zu verhalten. Doch das muss nicht sein! Du bist gut, so wie du bist. Du bist genug! Du musst nicht sein, wie man es von dir erwartet. Du bist nicht auf der Welt, um es anderen recht zu machen!

Sondern um deinen eigenen Weg zu gehen – auf deine ganz individuelle Art und Weise. Und wenn die jemandem nicht gefällt, dann ist das sein Problem, das du nicht zu deinem eigenen machen musst. Sei dir sicher, es gibt Menschen, die dich so lieben, wie du bist!

 

Ich hoffe, meine Tipps helfen dir, dich selbst (mehr) zu lieben und zu schätzen. Hast du weitere Ratschläge dazu parat, wie man mehr Selbstliebe erreichen kann? Ich freue mich darauf, sie zu erfahren!

6 praktische Tipps für mehr Selbstliebe

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